Forschen an der OHS

Menschen sind neugierig. Unsere Umwelt zu erkunden und zu versuchen zu verstehen, was warum wie funktioniert ist uns angeboren. Unter jeden Stein zu gucken und die gefundenen Ameisen zu probieren, gehört einfach dazu. Je mehr wir wissen, desto genauer werden die Fragen an Natur und Technik, die uns umtreiben:

  • Können Mäuse schwimmen?

  • Was ist ein guter Dämmstoff?

  • Wie unterscheiden sich Regen- und Leitungswasser?

Wir sind der Überzeugung, dass wir diese Neugierde weiter anfachen müssen und haben deshalb, neben dem regulären naturwissenschaftlichen Unterricht in Biologie, Physik und Chemie, ein großes Neigungskursangebot im Ganztag aufgebaut, in dem die Kinder ihre naturwissenschaftliche Neugier befriedigen und neu anfachen können:

  • Unsere Imkerei,

  • der Schulgarten,

  • unser Schulteich

  • und der Schulzoo

sind Orte für experimentelles und projektartiges Arbeiten.

Naturwissenschaftliche und informationstechnische Profilierung an der OHS

Die Otto-Hahn-Schule, nach dem Chemie-Nobelpreisträger Otto Hahn benannt, entwickelt ihr naturwissenschaftliches und informationstechnisches Profil zur Zeit intensiv weiter:
Traditionell gibt es schon lange naturwissenschaftliche Fachklassen sowie Natur- und Technikklassen an der OHS. Um bereits ganz früh Schüler in den Naturwissenschaften zu fördern, wurde die OHS jetzt von der Beratungsstelle Besondere Begabungen (BbB) der Schulbehörde Hamburg in das Programm „Probex“ aufgenommen, das Schülerinnen und Schülern der 4. Klassen ein freiwilliges Angebot am Nachmittag anbietet. Besonders Begabte oder Hochbegabte werden in den Kursen in den für diese Zwecke hervorragend ausgestatteten Räumen der OHS zum Forschen und Entdecken angeleitet. Schüler der umliegenden Grundschulen, die am Ende des vergangenen Halbjahres an diesem Kurs teilgenommen hatten, waren begeistert von den Experimentiermöglichkeiten an der OHS. Die Teilnehmer an „Probex“ müssen von den Schulleitungen der Grundschulen vorgeschlagen werden und besonderes Interesse und sehr gute Leistungen an den Naturwissenschaften, also zum Beispiel im Sachunterricht der Grundschulen, gezeigt haben. Die Kurse werden von besonders qualifizierten Lehrkräften erteilt.
Außer der regionalen Versorgung der umliegenden Schulen durch „Probex“ bietet die OHS in Kooperation mit der TUHH und dem Verband Nordmetall in Kürze auch Kurse im Bereich „Robotik“ (Bau und Programmierung von Robotern) an. Die hochwertige Ausstattung wurde der OHS durch den Verband Nordmetall zur Verfügung gestellt, weil die OHS sich in den letzten Jahren durch diverse Wettbewerbsteilnahmen und die intensive Kooperation mit der TUHH in diesem Bereich in besonderer Weise profiliert hat. Besonders für die sehr beliebten Informatik-Fachklassen an der Otto-Hahn-Schule, aber auch für Projekte, ist das eine hervorragende Ergänzung. Zur Zeit werden die Lehrkräfte der OHS durch den Leiter des Infotronik-Bereichs der TUHH fortgebildet. Das Material kann auch umliegenden Schulen für Projekte zur Verfügung gestellt werden, wenn die Lehrkräfte an einer entsprechenden Schulung teilgenommen haben.
Dazu passt es gut, dass einer der drei Computerräume der OHS in den Sommerferien mit neuen Computern und modernen Flachbildschirmen ausgerüstet wurde und das neue Internetcafé eingeweiht werden konnte.
Mit diesen Projekten baut die OHS ihr naturwissenschaftlich-technisches und informationstechnisches Profil im Hamburger Osten weiter aus.

Warum gibt es Forscherklassen an der OHS?

Kinder mit naturwissenschaftlichen Begabungen sollen die Möglichkeit haben:

  • Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen über den Regelunterricht hinaus auszubauen
  • gemeinsam mit ähnlich motivierten SchülerInnen zu forschen und zu experimentieren,
  • einen ihrem Leistungsstand entsprechenden Bildungsabschluss zu erwerben
  • naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten frühzeitig zu entwickeln.

Was ist eine Forscherklasse?

Für alle, deren Herz leidenschaftlich für die Naturwissenschaften schlägt, haben wir außerdem eine Forscherklasse eingerichtet. Ausgestattet mit zusätzlichen Unterrichtsstunden haben die Lernenden einer Forscherklasse die Möglichkeit, über den Lehrplan hinaus spannende Themen zu behandeln, verblüffende Phänomene kennen zu lernen und – vor allem – mit naturwissenschaftlichen Arbeitsmethoden selbst die Antworten zu finden. Mit anderen neugierigen Gleichaltrigen heißt es dann: Hypothesen aufstellen und überprüfen, experimentieren, aufmerksam beobachten, Ergebnisse dokumentieren und auswerten, kurz: forschen. Dadurch arbeiten die Kinder und Jugendlichen zunehmend selbstständig und lernen im Team zu arbeiten. Durch Exkursionen undWettbewerbe lernen die Schüler*innen Forschung in einem größeren Zusammenhang kennen. In den Forscherklassen arbeiten die Schüler*innen fachübergreifende und schulen so das vernetzte Denken. So erwerben die Kinder und Jugendlichen grundlegende Kompetenzen im MINT-Bereich, für Beruf und Studium.

Im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung in den Jahrgängen 9 und 10 und im Physik-Profil derSEK II können die Schüler*innen am renommierten bundesweiten Wettbewerb „Jugend forscht“ teilnehmen und ihre naturwissenschaftlichen Neigungen und Talente unter Beweis stellen. Unsere Schüler*innen gelingt das regelmäßig sehr erfolgreich, wie ein Blick auf die Siegerlisten der letzten Jahre verraten.

Für die Vielzahl überdurchschnittlicher Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Unterrichts in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), wurden wir bereits als eine von nur fünf Schulen in Hamburg als MINT-Schule-Hamburg ausgezeichnet.

Wer kann diese Klasse besuchen?

Jedes Kind, das folgende Kriterien erfüllt:

  • (sehr) gute Noten im Sachunterricht Natur, Interesse an Experimenten
  • erfolgreiche Teilnahme an PROBEX oder einem naturwissenschaftlichen Wahlkurs der Grundschule
  • Bewerbermappe mit Dokumentation von durchgeführten  Experimenten oder Empfehlung der Grundschule
  • Anmeldung der Eltern nach einem Beratungsgespräch
  • Versetzung nach Klasse 5