In den Startlöchern: Hamburgs journalistischer Nachwuchs

OHS-Fresh belegt 2. Platz in der Kategorie Stadtteilschulen!

19.02.2020

Zum 13. Mal richtete Gruner + Jahr am Freitag den Schülerzeitungswettbewerb der Länder aus. In Kooperation mit der Schulbehörde und der jungen Presse Hamburg wurden im G+J-Auditorium die besten Schülerzeitungen Hamburgs ausgezeichnet.

Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe ermutigte die Schüler*innen in seiner Rede: „Seid neugierig und fragt nach!“
„Die Wahrheit rauszufinden ist etwas Anstrengendes, kann aber großen Spaß machen“, ermutigte Ties Rabe die jungen Redakteur*innen bei der Preisverleihung am Baumwall. „Als Redakteur ist es wichtig, genau hinzugucken, nachzufragen und neugierig zu sein. Und wer wirklich neugierig ist, der gibt sich mit einer Antwort nicht so schnell zufrieden.“
Wie man eigentlich Journalist*in wird und warum dieser Beruf so spannend ist, verriet Christoph Kucklick, Leiter der Henri-Nannen-Schule, den jungen Medienmacher*innen: „Meine erste journalistische Erfahrung machte ich mit der Abizeitung. Anschließend ein, zwei Praktika und dann habe ich mich an der Henri-Nannen-Schule beworben. Seitdem habe ich eine bunte Entwicklung hinter mir: Ich war bei einem Frauenmagazin, bei verschiedenen Wissensmagazinen und leite jetzt eine Journalistenschule. Und genau das ist das Großartige an diesem Beruf: Man kann so unterschiedliche Sachen machen“, sagte Kucklick.

Bernd Hellermann und Christoph Kucklick im Gespräch über Journalismus heute
Auf die Frage, wer eigentlich noch ein Abonnement einer Zeitschrift besäße, schnellten zahlreiche Hände in die Höhe– sehr zur Freude der Gastgeber. Mindestens genauso viele Handzeichen kamen auch auf die Frage, wer Whatsapp und Tik Tok nutze. Soziale Medien hätten den Journalismus verändert, merkte Bernd Hellermann, Geschäftsführer und Editorial Director CoI Family, an. „Braucht man Journalisten überhaupt noch?“, fragte er Christoph Kucklick. „Natürlich braucht man uns noch, aber eben auf eine andere Art und Weise. Früher haben Menschen wie ich entschieden, was in der Zeitung steht. Heute dürfen sich alle an der Öffentlichkeit beteiligen. Das ist großartig, aber auch riskant. Unsere Verantwortung ist es jetzt, genauer hinzuschauen und die Wahrheit zu erkennen. Das ist manchmal sehr schwer, aber macht unfassbar viel Spaß. Also macht es, es ist gut. Macht es, es ist toll!“, entgegnete Kucklick.

„Peperoni“ der Stadtteilschule Walddörfer freute sich über den ersten Platz

Voice Artist Viktor Hacker las die Laudationes auf die ersten Plätze sowie jeweils einen Text aus den Schülerzeitungen
Dann folgte der große Moment für die Kleinen: die Preisverleihung. In der Kategorie Stadtteilschulen konnte sich die Stadtteilschule Walddörfer mit ihrer Schülerzeitung „Peperoni“ über den ersten Platz freuen.

Den zweiten Platz belegte unsere Schülerfirma „mediaohs“ mit der Schülerzeitung „OHS-Fresh“. Große Unterstützung und eine tolle Leitung erfährt unsere Redaktion durch die Grafikdesignerin Angela Reinhardt. Wir freuen uns riesig auf die nächste Ausgabe der OHS-Fresh, die wir sicher wieder vor den Sommerferien neugierig lesen dürfen.

Die Sieger der Stadtteilschulen:
Kategorie Stadtteilschulen:
1. Platz: „Peperoni“ Stadtteilschule Walddörfer
2. Platz: „OHS-Fresh“ Otto-Hahn-Schule
3. Platz: „Lampe“ Julius-Leber-Schule/ „Chai“ Joseph-Carlebach-Schule

(Text- und Bildquelle: Gruner + Jahr GmbH)