OHS goes Balkan: Reisebericht Bosnien und Herzegowina

Reisebericht Bosnien & Herzegowina

( verfasst von Schülern, die am Austausch teilnahmen)

Dienstag, 24.04.2018

Bei der Anreise sind wir nach gutem Flug mit dem Bus vom Flughafen Sarajevo bis zu den jeweiligen Austauschstädten Tešanj und Čelinac bei Banja Luka gefahren. Dort haben die Gastfamilien auf uns gewartet und uns abgeholt. Es gab bei den meisten an dem gleichen Abend noch Abendessen und eine Plauderrunde.

Mittwoch, 25.04.18

Am Mittwoch hatten wir Schultag in den jeweiligen Städten. Die Schule begann um 9 Uhr morgens. Die Schüler in Tešanj wurden in der Schulbibliothek mit einem leckeren Frühstück begrüßt. Nach dem Unterricht besuchten sie anschließend den Bürgermeister der Stadt. Alle aus Tešanj sind im Anschluss gemeinsam essen gegangen. Nach dem Essen hatten die Schüler dann Freizeit und schlossen den Tag in einem Café ab. Die Schüler in Čelinac wurden auch mit Essen und Trinken begrüßt und hatten etwas weniger Unterricht und umso mehr Freizeit, welche sie dann mit ihren Austauschschülern genossen. Es war insgesamt ein sehr erfolgreicher Tag, an dem wir viel Neues kennengelernt haben. 

Donnerstag, 26.04.2018

Juhuu, wir fahren heute unsere Mitschüler in Banja Luka besuchen- das ist die Hauptstadt des serbischen Teils Bosniens. Nach etwas Busfahrt kamen wir in Banja Luka an- ein sehr heißer Tag. Wir schauten uns die drei großen Religionshäuser an- zuerst die Moschee. Hier mussten die Mädchen ihren Kopf bedecken, wenn sie hinein gehen wollten. Anschließend spazierten wir durch das schöne Stadtzentrum und gelangten dann zu dem serbisch- orthodoxen Tempel der Stadt. Danach marschierten wir zu einer katholischen Kathedrale. Nach der Besichtigung dieser religiösen Sehenswürdigkeiten gingen wir zu einem Restaurant, wo wir typische Čevapćići dieser Region zusammen aßen- ein Traum…

Zum Glück hatten wir dann auch noch Freizeit, um die Stadt zu erkunden, ein Getränk in einem Café zu trinken und beim Markt Markenklamotten zu kaufen. Nun waren wir alle schon sehr müde und fuhren zurück nach Tešanj, wo wir noch einen netten Abend verbringen konnten.

Freitag, 27.04.2018

Morgens erwachte ich und wurde von einem Gefühl der Freude besucht. Heute ging es wohl nach Tešanj. Tešanj die Stadt in der unsere anderen Austauschschüler leben und Erfahrungen über Bosnien sammeln. Recht früh trafen wir uns an der Schule der bosnischen Schüler aus Čelinac und Banja Luka und fuhren mit einem kleinen, süßen Bus nach Tešanj. Angekommen wurden wir auch schon herzlichst empfangen. Und da ging es auch schon los- die Wanderung (4km) zu einem uns unbekannten Ort, über Berge und Täler gelangen wir dann zu einem bewachsenen Platz und Pfadfinder haben uns dort herzlich begrüßt. 

Sie zeigten uns verschiedene Knoten und Kommunikationsmöglichkeiten. Anschließend durften wir dann diese mit denen zusammen ausprobieren und pflanzten zusammen mit den Pfadfindern drei Bäume für das Zeichen der Freundschaft zwischen Deutschland, Bosnien und diesem Austausch.

Dieses Rituale durchlaufen wohl alle Austäusche, denn die Umgebung war dicht bepflanzt. Leckere Cevapcici, Wasser und von den bosnischen Schülerinnen gebackene Süßwaren wurden uns angeboten, um Kräfte für den Rückweg zu sammeln.

Der Rückweg war ein Erlebnis für sich: die Balkansonne im Rücken gingen wir gut gelaunt zurück nach Tešanj. Dort warteten schon einige faulere Schüler auf uns, die bedauerlicherweise nicht das Wetter genossen, sondern mit Taxis gefahren waren. Wir bekamen in einem sehr hübschen Café Eis und entspannten. Die Stadtfestung ist auch eine sehr empfehlenswerte Attraktion.

Am Abend fuhren die Schüler, die am Morgen schon zusammen gereist waren, wieder nach Čelinac und Banja Luka. Am Abend hatten wir freie Zeit, die wir mit Begeisterung nutzten.

Samstag, 28.04.2018

An diesem Tag gab es kein Programm, so dass wir den Tag mit den Familien verbringen durften.

In Tešanj haben die Schüler alle gemeinsam gegrillt. In Banja Luka sind sogar einige beim Raften gewesen. Die Lehrer hatten bestimmt auch einen entspannten Tag ohne uns.

 

 

Sonntag, 29.04.2018

Am Sonntag sind wir nach Mostar gefahren. Zuerst haben wir beim Derwisch Haus gehalten. Wir zu einer wunderschönen Quelle gefahren. Dort trafen wir auch auf eine Lagune mit himmelblauen Wasser. Dies ist ein wichtiger Pilgerort für Muslime.

Anschließend sind wir weiter gefahren, um in Mostar in einer Herberge Mittagessen zu gehen. Wir haben Pommes und Schnitzel ähnliches Fleisch gegessen. Nach dem Essen sind wir gemeinsam zu der Brücke, Stari Most, gegangen. Von diesem aus springen Verrückte gegen Geld hinunter.

Danach hatten wir Freizeit, die wir in der Altstadt von Mostar verbracht und dazu auch bisschen geshoppt haben. Im Anschluss sind wir alle gemeinsam weiter gefahren und haben uns eine kaputte Brücke an der Neretva in Jablanica angeschaut, welche von den jugoslawischen Partisanen im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, um die deutschen Nazis zu überlisten.

Zum Schluss sind wir nach Sarajevo gefahren und im Gewitter zu unserem sehr gemütlichen und geschtsvermittelnden Hostal „Franz Ferdinand“ gegangen. Abends sind dann einige Essen gegangen. Erstaunlich war, dass die Brücke, welche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, noch so erhalten ist. Dazu war der Pilgerort der Muslime auch ein Highlight, weil es dort einfach harmonisch und atemberaubend war.

Montag, 30.04.2018

Wir sind mit der kürzlich wiedereröffneten Gondel gefahren. Es hat uns wirklich sehr Spaß gemacht und man konnte fast ganz Sarajevo sehen. Anschließend sind wir zum Restaurant gewandert und haben uns dort etwas zu trinken gekauft, um uns eine Pause zu gönnen (das war eine gute Idee??). Danach sind wir wieder zurück zur Gondel gewandert und wieder runter in die Stadt.Danach hatten wir eine Stunde Freizeit und sollten uns danach bei der Kirche treffen. Dann sind wir essen gegangen und hatten Freizeit bis 23 Uhr. Die Freizeit war gut, da wir den ganzen Tag für uns hatten und somit auch gut die Stadt besichtigen konnten.

Dienstag, 01.05.2018

Bei der Abreise sind wir alle sehr früh aufgestanden (wir waren im Hostel) und haben uns fertig gemacht für den Flug. Frau Bartel und Herr Popov haben uns Lunchpakete gemacht und wir sind zum Bus gegangen, der uns zum Flughafen gefahren hat. Nach dem Check- in haben wir uns alle verabschiedet und es flossen Tränen. Ich war auch traurig aber auch sehr froh, diese Reise gemacht zu haben.