Jugend forscht 2014

Forschen macht besonders viel Spaß!

Zur diesjährigen Runde der Wettbewerbe

Im März fand wieder der Wettbewerb „Jugend forscht“ statt. Auch in diesem Schuljahr haben wieder diverse Schülergruppen an der OHS intensiv geforscht und 19 Gruppen mit insgesamt 39 SchülerInnen hatten es geschafft, so weit zu kommen, dass eine Arbeit entstanden ist, die „wettbewerbswürdig“ war. Der Wettbewerb „Jugend forscht“ richtet sich an Schüler und Studenten von 15 bis zu 22 Jahren. Im Jahr 2012 wurde die OHS als Jugend forscht-Schule ausgezeichnet, diesem Namen hat sie wieder alle Ehre gemacht!

Die Schülerinnen und Schüler haben sich an der Technischen Universität Hamburg-Harburg präsentiert, und zwar in diesem Jahr in den Fachgebieten Chemie, Biologie, Physik, Geo- und Raumwissenschaften und Technik.  Das ist ein super erfolgreiches Jahr, zumal mehrere Gruppen Preise erhielten, u.a. auch einen Sonderpreis Umwelttechnik.

Hier ein paar Themen, die in diesem Jahr bearbeitet wurden

  • Gammelfleisch, nein danke!
  • Auswirkung säure- und zuckerhaltiger Getränke auf Zähne
  • Die optimale Handcreme
  • Jeans: teurer gleich besser?
  • Untersuchung des Energieverbrauchs von Computern
  • Konstruktion eines lärmreduzierten Rotorblattes für Windkrafträder
  • u.V.m.

Insgesamt also wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für unsere Forscher! Die Poster können in einer Ausstellung in der Lise-Meitner-Halle angesehen werden. Dazu kann man mit Klassen eine altersangepasste Rallye erhalten, die Fragen zu den Themen haben die SchülerInnen selbst entwickelt.

Weitere Infos zum naturwissenschaftlichen Profil der OHS

Als Schule mit einem langjährigen Schwerpunkt in den Naturwissenschaften fördert die Otto-Hahn-Schule seit Langem die Interessen ihrer Schülerinnen und Schüler auf diesem Gebiet in besonderem Maße. Viele Arbeiten in allen Fachgebieten wurden prämiert, und die Schule wurde mit zahlreichen Sonderpreisen ausgezeichnet. Neben verstärktem Pflichtunterricht in den Naturwissenschaften und Teilungsunterricht, der es ermöglicht, handlungsorientiert und experimentell zu arbeiten, wird den Schülerinnen und Schülern, die hier ein besonderes Interesse haben, die Möglichkeit gegeben, in Arbeitsgemeinschaften (Wahl- und  Neigungskursen) an selbstgewählten Themen zu forschen. So gibt es in diesem Jahr beispielsweise wieder mehrere Arbeitsgemeinschaften, genannt „Forscher-Werkstätten“. Mit Feuereifer wird hier experimentiert und den Mädchen und Jungen macht das naturwissenschaftliche Arbeiten viel Spaß. Keineswegs selbstverständlich!

Die Arbeiten entstehen übrigens oft im Team, denn Forschen macht besonders viel Spaß in Gruppen, in denen man sich gegenseitig helfen und seine individuellen Fähigkeiten einbringen kann. Allerdings ist das „Durchhalten“ über einen längeren Zeitraum auch nicht immer einfach: Mal funktionieren die Versuche nicht so, wie man es erwartet hatte, viele Experimente müssen wiederholt werden – das kann auch schon mal langweilig sein – oder Geräte fallen aus, die man unbedingt benötigte. Auch muss man sich mit Personen außerhalb der Schule beraten und sie aufsuchen, mit Firmen telefonieren oder per E-mail Kontakte knüpfen – all dieses will gelernt sein. Literatur zu wälzen macht auch nicht immer Spaß und die Nutzung des Internets läuft nicht immer ohne Probleme. Das Team, mit dem man meist ziemlich euphorisch begann, kann auch in dem einen oder anderen Fall Probleme bereiten: Wer versorgt denn nun die Tiere, wer schreibt, wessen Computer eignet sich am besten, wer hat das größte Talent, ein übersichtliches Plakat fehlerfrei und ansprechend zu gestalten, wer den meisten „Mumm“, der Jury selbstbewusst die Fragen zu beantworten? All dies muss besprochen und entschieden werden, das ist nicht immer leicht! Dennoch macht es besonders viel Freude und bestätigt die SchülerInnen in ihren Leistungen, wenn die Arbeit dann trotz aller Schwierigkeiten fertiggestellt ist. Oft ergeben sich daraus neue oder weitergehende Fragestellungen – ganz wie in der Welt der „großen Forscher“. Otto Hahn dient hier sicher auch heute noch als Vorbild.

Umweltaspekte haben in den vielen Arbeiten übrigens einen hohen Stellenwert. Kein Wunder, denn die die Otto-Hahn-Schule ist auch als

15 x ausgezeichnete „Umweltschule in Europa“ sehr aktiv!

In Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle besondere Begabungen, der Technischen Universität Hamburg-Harburg, dem NWZ (Naturwissenschaftlich-technisches Zentrum) und dem ZSU (Zentrum für Umwelterziehung) nehmen besonders begabte SchülerInnen an außergewöhnlichen Projekten teil. Sie lernen, welche Forschungsmethoden heute verwendet werden, z.B. in den Probex-Kursen (für Grundschüler), den Natex-Kursen (naturwissenschaftliches Experimentieren in der Unterstufe) oder den Jugend forscht-Kursen. Die Schule hat sich verpflichtet, auch künftig die Schüler an neue Forschungsmethoden heranzuführen. Ein Beispiel dafür sind die Robotik-Kurse, die in Zusammenarbeit mit der TUHH laufen und die Schüler an die Programmierung von Robotern heranführen sollen. Aus den Kursen an der OHS entstehen jedes Jahr verschiedene Arbeiten, die sich für eine Wettbewerbsteilnahme eignen. Auch unsere neuen Forscherklassen arbeiten natürlich bereits an ihren ersten Forschungsprojekten und die NuT-Klassen sind auch sog. MINTprax-Klassen, die die naturwiss.-math. Fähigkeiten der Kinder in besonderem Maße fördern, unterstützt durch Firmenkooperationen (z.B. Airbus, Pfannenberg, Still u.a). In der Studienstufe können die Arbeiten auch als besondere Lernleistungen oder Facharbeiten eingebracht werden und somit direkt die Abiturnoten beeinflussen.

Weitere Informationen erteilen die Betreuungslehrer und -lehrerinnen für die Wettbewerbe Herr Penno, Herr von Deyn, Herr Schiffer, Herr Frasch, Frau Özkartal und Frau Wiegandt.